Die nächste Möglichkeit vor den Löwen zu präsentieren ergriff Alexander Kraml, Geschäftsführer der Kosmetikmanufaktur Bademeisterei. Als selbsternannter österreichischer „Seifenkaiser“ erschien er zum Pitch vor den Löwen im standesgemäßen, den adligen Status implizierenden Outfit. So war eine optische Abgrenzung von den anderen Gründern schon einmal gegeben, doch reichte dies auch, um die Löwen von seinem Produkt zu überzeugen? Immerhin 350.000 € ruft er zusammen mit seinem „Schatzmeister“ Mario für 10 % der Unternehmensanteile auf. Dafür können die beiden Österreicher aber auch ein aktuell profitables Unternehmen vorweisen, sowie eine interessante Idee: „Cosmetic Kitchen“ – die erste vegane Do It Yourself Kosmetikmarke. Hierbei kommen die Kunden Boxen mit selbstgewählten Zutaten geliefert, aus welchen sie eigene Kosmetikprodukte zu Hause kreieren können.

Frank Thelen war zuerst ziemlich ungehalten darüber, dass der Gründer dem Unternehmen in der Aufbauphase schon Kapital entzogen hatte, um anschließend wieder nach Investoren zu suchen. Hierbei hatte er sein Urteil jedoch vorschnell gefällt: Das Geld benötigte der „Seifenkaiser“ nicht für die Steigerung des eigenen Lebensstandards, sondern zur Abwicklung einer Scheidung. Trotzdem – nicht virtuell, dafür in pinker Verpackung – da brauchte es nicht einmal den obligatorischen Hinweis auf die nicht ausreichend gegebene Skalierbarkeit: Frank Thelen war raus. Dabei hatte er jedoch noch einen wertvollen Rat: „Das Teuerste, was du rausgeben kannst, sind Anteile an deinem Unternehmen.“ Auch Lencke Steiner wollte, wieder einmal, nicht investieren. Deutlich positiver fiel das Urteil der restlichen drei Löwen aus: Judith Williams, Vural Öger und Jochen Schweizer unterbreiteten dem österreichischen „Seifenkaiser“ ein gemeinsames Angebot, welches dieser trotz der Forderung von 30 % der Firmenanteile annahm. So kann er nach dem privaten Rückschlag nun immerhin beruflich wieder Gas geben.

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