Victor Fischer (30) ist ein kluger Kopf. Das lässt nicht nur sein Äußeres sofort vermuten. Der Wirtschaftsingenieur stellt beruflich aerodynamische Batterierucksäcke her, die sich beispielsweise mit einem kompatiblem Laubsauger oder anderen Gartengeräten kombinieren lassen. Der Clou: in Kombination mit dem sogenannten „Power Pack“ arbeiten beispielsweise Laubbläser nicht nur hörbar leiser, sondern auch wesentlich umweltfreundlicher als vergleichbare herkömmliche Geräte. Wie effizient seine Erfindung ist, kann der Fachmann den fünf Investoren ruhig und detailgenau nahelegen. Die Umsatzzahlen sowie sein ansteckender Ehrgeiz sind weitere Argumente, die Viktors Glauben an seine Idee auf beeindruckende Weise unterstreichen.

Mit der 2012 eigens gegründeten Firma verkauft der Frankfurter die Akku betriebenen Power Packs bereits in seinem Heimatort und in Hamburg. Anfragen und Interessenten hätten sich auch bereits aus Dänemark, Holland, Österreich und der Schweiz bei dem Familienvater gemeldet. Seine Bilanz bisher: 50.000 Euro Eigenkapital, mit dem er unter anderem persönlich die Produktion der Packs in China koordiniert, die Tatsache, dass er selbst seit fünf Jahren zu 100 Prozent an seiner Erfindung arbeitet und absolut dahinter steht und bis heute bereits 250 verkaufte Rucksäcke mit 300.000 Euro Jahresumsatz in 2013, hinterlassen bei allen „Löwen“ enormen Eindruck.

Auch in Zukunft hat der junge Unternehmer Großes vor: In den U.S.A. möchte er durchstarten und den bisher mit vielen verschiedenen Geräten kombinierbaren Rucksack im Gesamtpaket zum Beispiel mit jeweils ausgewählten Gartenhelfern zum Stückpreis von 1.800 Euro (Gerät und Batterierucksack) anbieten. Um alle diese Ziele zu erreichen, bräuchte der Tüftler 180.000 Euro im Tausch gegen 22,5 Prozent Anteile an seiner Idee – eine nötige Finanzspritze, die er selbst leider nicht beispielsweise über einen Bankkredit erhalten könne. Ein weiteres Problem für ihn sei, dass der Verkauf der Geräte erst seit Oktober 2013 richtig hätte anlaufen können und das Fischer mit den entsprechenden finanziellen Zuschüssen schon wesentlich mehr Produkte hätte verkaufen können.

Idee, Technik und Qualität des Produkts sowie die Ambitionen und Visionen des Frankfurters überzeugten die Jury am Ende so sehr, dass Vural Öger, Lencke Wischhusen und Jochen Schweizer die geforderte Summe von 180.000 Euro bereit stellten, allerdings für 30 Prozent der Anteile. Ein Geschäft, das Victor Fischer sofort freudestrahlend und dankbar annahm. Auch auf der Seiten der Jury war man hoch zufrieden: Vural Öger bezeichnete die Idee als „(…)typisches Investment-Case für uns – tust du Geld rein, kannst du Geld verdienen.“

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