Im Notfall kann jeder helfen! Mit dieser Maxime will der Mediziner Heiko Schöning eine lebensrettende Innovation für jedermann auf den Markt bringen:den CaroCooler. Seine Erfahrungen in der Notfallmedizin haben ihm aufgezeigt, dass bei Herzstillständen der Sauerstoffwechsel im Gehirn durch eine adäquate Kühlung deutlich reduziert werden kann, was die Überlebenschancen des Patienten merklich steigert. Hierfür wird jedoch ein entsprechendes Kühlmittel benötigt, welche laut Heiko Schöning aktuell meist sperrig und wenig praktikabel sind. Anders sein CaroCooler – eine kühlende Halskrause – welche platzsparend verpackt, nicht nur in Krankenhäusern oder Rettungswägen, sondern auch auf öffentlichen Plätzen und in privaten Haushalten immer griffbereit sein soll.
Der Mediziner vermittelte die ernste Thematik, welche ihm sichtlich am Herzen lag, interessanterweise mit einem hohem Entertainment-Faktor. Für die Demonstration des richtigen „Rhythmus“ bei einer lebensrettenden Herzmassage holte er überraschend eine Live-Band für die musikalische Begleitung in den Pitch. Der Finanzbedarf war wiederum etwas schwermütiger: 450.000 Euro werden für die Verbreitung des CaroCoolers benötigt, wofür den Löwen 10 % des Unternehmens angeboten werden.
Frank Thelen ließ sich dahin gehend erst einmal die Funktionsweise des Produktes näher bringen: Der CaroCooler wirkt über eine chemisch induzierte Reaktion und muss daher nach der einmaligen Verwendung entsorgt werden. Zudem sollte das Produkt alle zwei Jahre ausgetauscht werden, um zuverlässig zu funktionieren. Zu viel Aufwand für Vural Öger, der mit fragwürdiger medizinischer Expertise, aber bewundernswertem Pragmatismus unterstellte, dass für den Zweck ja auch eine herkömmliche Kühltasche ausreichen würde. Auch Jochen Schweizer sah im finanziellen und organisatorischen Aufwand für den CaroCooler ein Hindernis für Privatkunden. Da zog Heiko Schöning seinen Joker für den Extremsportler: ein „Kühl-Sportshirt“, welches dem Läufer einen Vorteil durch Technik bzw. Vorteil durch Kühlung ermöglichen soll. Jochen Schweizer fand dies jedoch nicht sonderlich cool, sondern einfach nur unsportlich.
Vom Mediziner zum Zauberer: Nach der Band und dem „Dopingshirt“ zauberte der Gründer noch ein weiteres Kaninchen aus dem Hut und lies einen CaroCooler mit der Drohne ins Studio einfliegen. Doch nach erstem Amüsement der Löwen über die Showeinlage verblieb der kritische Eindruck und die Finanzierung blieb aus. Trotzdem sah Heiko Schöning allein in seiner Demonstration einer Herzmassage im Fernsehen eine gute Tat – und ging mit einem Lächeln.

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