Investment oder nicht? So lautete die wichtigste Frage jeder Sendung. Rund 100 Erfinder und Unternehmensgründer stellten sich Lencke Wischhusen, Judith Williams, Vural Öger, Frank Thelen und Jochen Schweizer. Mit ihren Netzwerken, enormen Vertriebserfahrungen und natürlich dem nötigen Kleingeld, unterstützen die fünf „Löwen“ für sie lohnenswerte und ansprechende Gründungsideen. Was einige der Schützlinge nach ihrer Präsentation in der Sendung erlebt haben, zeigte die letzte Folge der ersten Staffel ebenfalls.

Mexican Tears
Der Bremer Dave Weyhe überzeugte mit der Präsentation seiner scharfen, mexikanischen Saucen vor allem Lencke Wischhusen. Ihr Angebot und damit den so hart umkämpften Deal, schlug Weyhe letztlich aus. Und trotzdem hat sich für ihn und sein Unternehmen der Umsatz seit der Sendung nach eigener Aussage verfünfzigfacht.

Crispy Wallet
Auch die Jungs von Crispy Wallet profitierten von der Unterstützung durch Frank Thelen und Lencke Wischhusen. Seitdem arbeiten David und Marvin gut „(…) 23 Stunden am Tag an der Produktion“. Allerdings hat sich das Produkt mittlerweile verändert. Mit den 100.000 Euro stellen alle Beteiligten heute genähte Taschen für Tablets und Notebooks her. Die zweite gegründete Firma dazu heißt Slimsleeve. „Diesen Speed mit Slimsleeve hätten wir selber nie hinbekommen.“, so die Gründer. Durch die Schützenhilfe sind die Jungunternehmer u.a. zum Beispiel im Cyberport Store in Berlin gelistet. „Besser hätten wir es uns nicht wünschen können – traumhaft.“, resümiert Mitbegründer David.

Pfandring
Für seinen Pfandring heimste Erfinder Paul Ketz ebenfalls kein Investment ein. Allerdings wird seine Idee nach dem Medienecho der Sendung bisher unter anderem in Bamberg, Köln, Karlsruhe, Magdeburg und Bielefeld ausprobiert.

Knüppelknifte
Stockbrot am Lagerfeuer mit romantischer Stimmung machen Erik und Florian mit der Knüppelknifte gastronomiefähig. Ohne finanziellen Zuschuss, dafür aber mit dem weisen Rat von Vural Öger, von der Theke weg in die Serienproduktion zu gehen, haben beide heute neue Investoren gefunden, mit denen eine Zusammenarbeit zukünftig möglich werden soll. Zudem sei das Feedback in den sozialen Netzwerken und per Post immens gewesen. Für die Zukunft der Knüppelknifte plant das Duo das gastronomische System auszubauen, den Vertrieb insgesamt zu erweitern und ihr Franchising gemeinsam nach vorne zu bringen.

MusicWorks
Mit ihrer Idee machen Michael und Steffen jeden zum Rockstar und fördern so unternehmerischen Teamgeist. Das Prinzip ist einfach: Instrumente spielen nach Farben – so funktioniert MusicWorks. Nach dem TV-Deal mit Eventkönig Jochen Schweizer hatten die Hamburger „(…)in zwei Wochen mehr Anfragen als in zwei Jahren“. Jetzt agieren die Musiker mit ihrem Projekt deutschlandweit und natürlich online über Jochen Schweizer. Nach dem Motto nicht nur verkaufen, sondern erleben, hat er MusicWorks mit 180 Mitarbeitern selbst getestet. Von seinen neuen Partnern erwartet Schweizer nicht mehr, als von sich selbst, nämlich, dass sie 24 Stunden an sieben Wochentagen erst einmal nichts anderes täten, als sich mit ihrem Produkt zu beschäftigen und dabei täglich etwas besser würden. Unter der Voraussetzung glaubt der ehemalige Stuntman fest an das große Potential des gemeinsamen Projekts. Erste Erfolge stellen sich mit dem ersten Großauftrag bereits ein, da es darum geht, ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern von und mit der Idee zu begeistern.

„Meine Spielzugkiste“
Florian und Florian verleihen Spielzeug und begrüßen monatlich über 100 Kunden in „Meine Spielzugkiste“. Seitdem Frank Thelen und Jochen Schweizer mit im Boot sitzen, nutzen jetzt so viele Leute den Service täglich, wie zuvor in zwei Monaten. Entsprechend haben die Betreiber unter anderem ihren Onlineauftritt verbessert, noch mehr Spielzeuge eingekauft, ihre Logistik ausgebaut, das Lager vergrößert und vor allem fünf weitere Mitarbeiter im Unternehmen eingestellt. Weitere Geschäftsideen, die das Team bereits austüftelt: Zu jedem verliehenen Spielzeugbagger einen Gutschein-Code für eine richtige Baggerfahrt über Jochen Schweizer für den Vater dazuzulegen.

Le petit raisin
Dass auch nach der Sendung nicht jeder Deal reibungslos abläuft, zeigt das Beispiel Le petit raisin. Zwischen den jungen Herstellern des formschönen Weinglases zum Mitnehmen und sofort Trinken und den „Löwen“ als Investoren, besteht bis heute noch kein fest unterschriebener Vertrag. Aus diesem Grund war der Deal aus der Sendung nun zunächst geplatzt. Für bessere, klare Verhältnisse besuchte Vural Öger in der letzten Ausgabe die Abfüllanlage der beiden Gründer. Hier werden täglich 12.000 Gläser hergestellt. Eine Ausgangslage, die den potentiellen Investor überzeugte. Weiterhin problematisch blieb der Zeitvertrag von fünf Jahren, den die Jungunternehmer zunächst mit dem Betreiber der Abfüllanlage hätten eingehen müssen. Die Lösung: Die Inhaber von Le petit raisin haben die Anlage selbst gekauft. Damit diese nun auch noch die Besitzer wechselt, fehlt die entscheidende Unterschrift unter dem entsprechenden Kaufvertrag, die in gut zwei Wochen getätigt werden soll. Danach machen sich alle Beteiligten weiterhin Gedanken über einen möglichen Deal.

Beli Luu
Zu guter Letzt hat das TV-Format die Welt von Mutter Maja uns Tochter Jovanna komplett auf den Kopf gestellt. Mit den Bestellungen für ihr Produkt Beli Luu kommen die Stuttgarterinnen „nicht hinterher“. Heute stehen regelmäßige Treffen mit Mitinvestorin Judith Williams auf dem Programm. Zusammen organisieren sie über 5000 Bestellungen – ein Volumen, das alle Vorstellungen der beiden Kosmetikfans über alle Maßen klar überstieg. Und die Zukunft für die Nagellackierhilfe sieht ebenfalls rosig aus: die Familienmitglieder sollen Beli Luu bald in einer eigenen Homeshopping-Sendung vertreiben und erhalten dafür unter anderem entsprechendes TV-Training. Alle drei Frauen planen weiterhin, eine echte, vielseitige Produktwelt rund um das Produkt aufzubauen. Es soll beispielsweise neue Cremes, Taschen, Nagelpfeilen sowie weitere Accessoires mit dem Namen Beli Luu geben. Beide Erfinderinnen bezeichnen den Deal mit Judith Williams und „Die Höhle Der Löwen“ als „(…)das Beste was uns passiert ist, sie [Judith Williams] ist für uns da, sie berät uns und sie hat uns viele Türen geöffnet“.

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