Auf Fachmessen und im Internet findet Jens Schlappkohl-Berlitz (57) bereits einige Käufer für seine Holzhackhilfe. Das Gummigefäß, in dem Holzfäller das Holz stapeln und es bearbeiten können, ohne sich jedes Mal bücken zu müssen. Das schont vor allem Rücken und Bandscheibe und minimiert auch andere Verletzungsgefahren wie zum Beispiel Schnittwunden. Mit einem Bandscheibenvorfall hatte der Erfinder selbst zu kämpfen, was ihn auf das Hilfswerkszeug brachte. Innerhalb eines Jahres verkaufte Schlappkohl-Berlitz bereits 80 seiner Werkzeuge für 70 Euro pro Stück. Um so außergewöhnlicher das Angebot des Neumünsteraners: Für 40.000 Euro übergibt der Tüftler und Naturbursche seine Idee zu 100 Prozent an die Löwen ab! Seine Bedingung neben dem Geldbetrag: sieben Prozent Umsatzbeteiligung an der neuen Firma für den Schöpfer der Holzhackmanschette. Weniger der praktische Test, sondern vor allem die Sympathie und Ehrlichkeit des Kandidaten hinterließen bei der Jury einen bleibenden Eindruck: Schlappkohl-Berlitz gibt zu, er habe sehr viel Spaß daran, sein Produkt auf Messen unter die Leute zu bringen, sei mit geschäftlichen Abläufen allerdings zu überfordert, um selbst ein Unternehmen aufzubauen. Zudem seien ihm sein Familienleben und die Freizeit für den Vertrieb im großen Stil einfach zu schade.

Lencke Wischhusen und Jochen Schweizer reagierten, indem sie betonten, vor allem in ein Team mit gleichberechtigter Manpower und in Leute investieren zu wollen, die ihre Idee auch persönlich voranbringen wollten. Die Lust, als Hauptinvestoren unter diesen Bedingungen selbst eine komplett neue Firma quasi im Alleingang aufbauen zu wollen, kam auch den beiden Löwen letztlich abhanden. Einen Hauch Optimismus versprühte Judith Williams: „Ich überlege die ganze Zeit, wen ich anrufen könnte, der das Ding nach vorne bringt?“.

Am Ende verließ der Holzfäller die Höhle der Löwen mit dem Vorsatz, die Holzhackmanschette weiterhin im kleinen Kreis zu verkaufen – auch ohne die Unterstützung der Jury.

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