Regionale Zutaten und ein persönlicher Bezug zu Kunden und Produkten – darauf setzen Daniel Gieseler (33) und Philipp Dornberger (33). In ihrer Fischbar, einem Imbiss mit zwei festen und einer mobilen Verkaufsstelle in Kiel , bringen die Freunde delikate Fischbrötchen unter das hungrige Volk. Hohe Qualität und der unbedingte lokale Bezug zu Fastfood , das frisch und direkt vor der eigenen Haustür hergestellt wird, sind das Besondere an der Geschäftsidee. Das Konzept und die Verkostung im Fernsehstudio lassen die Jury zwar hellhörig werden, das nötige Kapital von 80.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteil bekommen die Nordlichter allerdings am Ende nicht. Ihr Traum, mit der Fischbar zunächst Richtung in Hamburg weiterzuziehen, bleibt also unerfüllt.

Einige Gründe dafür: Die Unternehmer halten prinzipiell lieber an ihrem Konzept langsam wachsender Imbissbuden mit viel Persönlichkeit fest, als großen bekannten Konkurrenzkonzernen im Verkauf nachzueifern. Ferner sind Gieseler und Dornberger selber als Aushängeschilder bereits so sehr mit ihrem Geschäft verbunden, dass sich der Einstieg eines Investors für den Massenvertrieb kaum lohnen würde. Drittens fällt der Jury das zu einseitige Engagement für die gemeinsame Sache auf: während der eine seinen sicheren Job aufgibt, um sich wirklich permanent um die Fischbar zu kümmern, ist der andere im Gegensatz nur als „stiller Teilhaber“ mit weiter laufender Hauptanstellung tätig, um das geschäftliche „Risiko zu minimieren.“ Dieses ungleiche Engagement zwischen beiden Geschäftspartnern, hält letztlich auch die „Löwen“ davon ab, ihr Vermögen zu investieren. Persönlicher Charme und der gemeinsame Plan, schrittweise aber erfolgreich weiter zu wachsen, setzen sich also gegen das Konzept der Massenproduktion durch. Auch, wenn das den erhofften Deal kostet.

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