„In jedem Menschen steckt ein Musiker“ – glauben die Gründer von Flowkey und entwickelten eine Software, um diesen zum Vorschein zu bringen. Die drei Freunde Jonas Gößling, Alexander Heesing und Ahmed Hassan haben mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet und hofften nun, einen der Löwen als Partner gewinnen zu können. Hierfür haben sie insbesondere den Technologieexperten Frank Thelen ins Auge gefasst. Gerade dieser bewies, an dem schon vor dem Pitch im Studio stehenden Piano, dass sein musikalisches Portfolio aktuell eher etwas einfach gehalten ist. Konnten die Gründer den „Alle meine Entchen“-Klaviervirtuosen trotzdem von Flowkey überzeugen? Immerhin 200.000 Euro wurden aufgerufen, denen die Gründer 5 % ihrer Anteile gegenüberstellten.

Flowkey soll es dem Anwender ermöglichen, ein Musikinstrument zu erlernen, ohne dass er dafür zwingend Noten lesen können muss. Für den Lernerfolg muss der angehende Musiker „lediglich“ ein von ihm ausgewähltes Musikstück nachspielen. Hierfür werden dem Lernenden auf seinem Laptop oder Tablet die benötigten Tasten auf dem Klavier visualisiert. Der Clou der Software liegt aber in der Tonerkennung. Erst wenn der Nutzer die richtige Note trifft, wird der nächste benötigte Ton angezeigt.
Als Versuchskaninchen für die Sendung wurde Vural Öger ausgewählt. Dieser kannte das Stück – Beethovens „Für Elise“ – zwar, zeigte sich als Pianist jedoch zwar stets bemüht, aber etwas ungelenk. Frank Thelen wagte sich zwar nicht noch mal ans Piano, stellte aber die steile These auf, er könne den Prototypen für eine Tonerkennung in einer Stunde programmieren. Die Gründer zeigten sich davon unbeeindruckt, da Flowkey nicht nur einzelne Töne erkennen soll, sondern auch den einen falschen Ton in einem ganzen Akkord.
Deutliche Missklänge seitens der Investoren gab es jedoch hinsichtlich der Unternehmensbewertung. Zwar waren die 200.000 Euro für sich keine außergewöhnlich hohe Summe. Die dafür angebotenen 5 % des Unternehmens zeigten jedoch auf, dass die Gründer ihrem Unternehmen aktuell einen Wert von 4 Millionen Euro zuschreiben. Ein Wert, welcher in Hinsicht auf das frühe Stadium der Unternehmensentwicklung allen Löwen illusorisch erschien. Daher gab es für Flowkey zwar warme Worte, aber leider keinen Deal.
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