Selbstbewusstsein und eine ordentliche Portion Überzeugungskraft bringen die nächsten Kandidatinnen definitiv mit. Ihr Motto: „Sei anders – sei du selbst“. Genau dieselbe Linie verfolgen Kerstin Klockow und Kai Rudat mit ihrem Label K & K Pirate Business. Sie stellen in Eigenregie Taschen, Hosenträger, Arm- und Halsbänder, Rucksäcke mit integrierter Tragetasche oder Korsetts im casual und exclusive Bereich aus alten Feuerwehrschläuchen her. Dabei geht es aber nie um 08/15 Produkte. Kerstin und Kai erheben an ihr Handwerk den Anspruch: „Wir gestalten unsere Produkte so, dass wir der Individualität jedes einzelnen Menschen gerecht werden können“. Was das bedeutet, zeigten beide gleich in einer Modenschau mit einigen mitgebrachten Models. Die Männer und Frauen präsentieren sich zum Beispiel in aufwendig hergestellten Korsetts, die vor allem in der Fetischszene gerne zum regulären Outfit gehören. Sogar Verpackungsspezialistin Lencke Wischhusen reizte es, solch eine Corsage zu einem Einzelpreis ab 400 Euro einmal selbst anzuprobieren. Gesagt, getan.

Am Ende überzeugte jedoch auch das Argument, es würden eben nicht nur einzigartige Produkte, sondern mit der Modelinie eine ganze Lebenseinstellung an die Kunden gebracht, keinen der Löwen. Gründe hierfür gab es einige: Die Qualität der Accessoires, nicht wirklich klar definierte Zielgruppen im casual und exclusive Bereich oder die Tatsache, dass Fetischmode in gewissem Maße sicher erfolgreich sei, im Großen und Ganzen aber doch ein „Nischenmarkt“ bleibe. Jochen Schweizer, heimlicher Favorit der Hannoveranerinnen, brachte Lencke Wischhusens Bedenken schließlich auf den Punkt: „Man kann nicht glauben, dass dieses Produkt in irgendeiner Form jetzt explodiert in dem Sinne, dass dann große Skaleneffekte entstehen. Und deswegen werde ich nicht investieren!“.

Endergebnis: Der geforderte Deal mit zehn Prozent Firmenanteil für 80.000 Euro blieb aus.

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