Sich Bücher aus der Bücherei ausleihen, verspricht viel Abwechslung im Bücherregal. Modische Klamotten im Secondhandladen zu kaufen, macht den Kleiderschrank bunter und schont den Geldbeutel. Thekla Wilkening (26) und Pola Fendel (24) vereinigen diese beiden Aspekte in ihrem Geschäftskonzept. Wie in der Bücherei leihen sich Kunden gegen eine Monatspauschale von 14 Euro bis zu vier Kleidungsstücke gleichzeitig aus und tauschen sie innerhalb dieser Zeit beliebig oft aus. Eine Idee, die die Hamburgerinnen in ihrem kleinen Laden bereits umsetzen. Mithilfe der TV-Finanziers und einer Beteiligung von 20 Prozent hoffen die Studentinnen, das, was sie seit fast zwei Jahren bereits in ihrem Laden verkaufen, jetzt auch online an interessierte Kunden bringen zu können. Der Spaß an der Sache und persönlicher Kontakt zu den Kunden, sind für das Duo ein zusätzlicher Bonus.

Mit ihrem Laden, so sagen sie, verdienen beide jeden Monat allerdings nur „ein paar hundert Euro“, zahlen sich selbst kein Gehalt aus und können von allen Einnahmen bisher auch nicht leben. Zwar bedenken die Modefans, die Leihgebühr im angedachten Onlineshop um fünf Euro, auf 19 Euro zu erhöhen, insgesamt erkannte der Jury aber schnell, dass die Kleiderei vor allem über den persönlichen Kontakt mit den Inhaberinnen Kunden gewinnt. Ein Aspekt, der im Internet vollkommen weg fiele und über die „erhöhte“ Gebühr ebenfalls keine großen Zusätze einbringen dürfte. Alles in allem gingen, nach Meinung der „Löwen“ der kleine Laden und der große, vom Kaufverhalten her völlig anders reagierende Internetmarkt mit sehr hohem logistischem Aufwand, für die jungen Frauen nicht rentabel genug zusammen.

Entsprechend blieb der erhoffte Deal aus.

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