Die „Kaffeekultur“ hat in den vergangenen Jahren vermehrt Einzug in Deutschland gehalten. Im Supermarkt steht der „Barista-Kaffee“ und in den Coffeeshops in den Innenstädten werden auch diejenigen fündig, welche ihren Kaffee gerne kalt gebrüht, entkoffeiniert und laktosefrei mögen. Der Leidtragende dieses Trends ist der „gute alte“ Filterkaffee. Im Angesicht immer neue Kaffee-Innovationen gilt dieser bei der jungen Zielgruppe oft als langweilig, fade und spießig. Chris Bahr, der als Biologe schon auf mehreren südamerikanischen Kaffeeplantagen gearbeitet hat, sieht den Filterkaffee jedoch als essentiellen Teil der dortigen Kaffee-Kultur. Daher möchte er ihm mit seiner Erfindung in Deutschland zu einer kleinen Renaissance verhelfen.
Hierfür hat er mit seiner Frau Beata das Unternehmen Life Is You gegründet, welches den innovativen Coffeebag vertreibt: Hierbei handelt es sich um ein kleines Filter-Beutelchen mit frisch geröstetem Kaffee, welches mit kleinen Flügeln in einer handelsüblichen Kaffeetasse befestigt werden kann. Zudem wird nur noch etwas heißes Wasser benötigt, und schon hat der Kunde einen frischen Filterkaffee. Zur Verbesserung der Produktionskapazitäten benötigten die beiden Gründer 150.000 Euro, für welche die Löwen 20 % von Life Is You erwerben konnten.
Seit Jahrhunderten gilt: Niemand sollte in Kaffee investieren, ohne diesen nicht zuvor einmal probiert zu haben. Und so gab es vor weiteren geschäftlichen Diskussionen erst einmal ein Kaffeekränzchen mit den Löwen. Judith Williams stand den Gründern bei der Zubereitung hilfreich zur Seite und war direkt überrascht, wie „flotti karotti“ der CoffeeBag den Filterkaffee zubereitete. Der Geschmack scheint darunter nicht zu leiden – denn er kam bei den Löwen durchgehend gut an.
Mit einer Ausnahme: Frank Thelen bevorzugt den Kaffee aus Vollautomaten und zieht es daher auch vor, auf ein Investment zu verzichten. Jochen Schweizer hat rein ökonomische Gründe für seinen Ausstieg: 30 Cent Deckungsbeitrag je Coffeebag sind für ihn „keine Dimensionen“. Zum Glück für die beiden Gründer gab es noch Vural Öger, den „türkisch deutschen George Clooney“ (O-Ton Judith Williams). Dieser bot die geforderten 150.000 Euro für 33 % des Unternehmens und machte damit den ersten Deal des Abends.
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