Zweieinhalb Jahre Arbeit und bereits 250.000 Euro haben Slawa Kister und Abdula Hamed bereits in ihren mobilen Autowäsche-Service MyCleaner investiert. Das Besondere: Das Auto kann überall gereinigt werden, zum Beispiel auf dem Parkplatz während der Kunde arbeitet, der Klient muss also nicht mehr wie bisher erst eine Waschanlage aufsuchen, sondern kann sein Fahrzeug zeitlich flexibel und ortsunabhängig ohne Wasser oder Strom reinigen lassen, nachdem er online einen Termin gebucht hat. Ein Team von insgesamt zehn Cleanern in acht Städten und selbstständig entwickelte Produkte wie ein eigenes Reinigungsmittel, hatten die beiden Tüftler zusätzlich auf ihrem Pluskonto. Der ursprünglich geplante Pitch von weiteren 250.000 Euro für 6 Prozent Beteiligung kam so allerdings nicht zustande. Ein Grund dafür war, dass die MyCleaner Mitarbeiter erst bei einem Mindestumsatz im Paket von mindestens 60 Euro überhaupt ausrücken. Ein Gesamtumsatz von 300.000 Euro im Jahr und gleichzeitig Schulden von circa 90.000 Euro ließen die Löwen zusätzlich zögern.

Für Event-Mogul Jochen Schweizer stand nach der Präsentation die Überlegung im Raum, den mobilen Autowäsche-Service über Gutscheine zu vertreiben. Sein Hauptargument für den letztlichen Ausstieg war dann allerdings, dass diese Idee nicht zu seiner Marke passe.

Nach ihrem anfänglichen Ausstieg („Es ist leider nicht mein Geschäft!“) fand Homeshopping-Queen Judith Williams doch noch gefallen daran, das selbst hergestellte Reinigungsmittel von Slawa und Abdula zu vertreiben, ohne sich darüber hinaus an der Dienstleistung MyCleaner zu beteiligen. Ihr erstes Angebot (25.000 Euro für 50% an einer neu zu gründenden Firma zum Verkauf der Reinigungsmittel) ließ beide zunächst zögern. Williams: „Ich denke schon, dass ich pro Sendung zwei-, dreitausend Stück verkaufen kann – und das ist in sechs Minuten.“  Während die Gründer noch nachdachten, empfand Judith Williams ihr Angebot als zu gut – schließlich kam der Deal dann unter der zusätzlichen Bedingugng, dass Williams pro verkaufter Flasche zwei Euro bekäme, bis sie die 25000 Euro Startkapital wieder eingenommen habe, am Ende doch noch zustande.

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