„Das längste Hotel der Welt“ soll Radfahrern auf ihren ausgedehnten Touren die lästige Suche nach einzelnen Unterkünften ersparen. Sogenannte „Scube Parks“ ersetzen als Schlafmöglichkeit im Freien die spontane Suche nach einem Hotel oder ersparen Reisenden das Zelt. Auf einer Strecke von zum Beispiel Kopenhagen bis Berlin werden die beheizbaren, mit Betten ausgestatteten Unterkünfte alle 30 bis 40 Kilometer errichtet. Den Preis pro Übernachtung kalkulieren die Erfinder Tanja Rathmann (31) und Marius Jast (47) aus Berlin mit 25 Euro pro Übernachtung. Waschmöglichkeiten oder sanitäre Anlagen fehlen allerdings bzw. sind, genau wie auf dem Campingplatz, extern zu nutzen. In den ersten 30 Scubes, die in der Hauptstadt bereits auf einem alten Schwimmbadgelände existieren, haben beide Unternehmer bisher bereits 12.000 Gäste untergebracht und damit insgesamt 300.000 Euro Umsatz gemacht. Die Idee, mit diesem Konzept ganze Radreisen aus einer Hand organisiert anzubieten, hatten die Unternehmer bereits 2011. Ihr zukünftiges Ziel: Mit weiteren 300.000 € und 20 Prozent Geschäftsbeteiligung der interessierten Jury auf einer Strecke von 550 Kilometern 13 weitere Scube Parks zu eröffnen und so alle Standorte auf einer schönen Fahrrad-route einfach miteinander zu verbinden.

Was für die „Löwen“ im Ganzen nach einer guten Idee mit romantischem Touch klingt, warf nach Frank Thelens Praxistest aber dennoch einige Bedenken auf: zum einen wären die fehlenden Toiletten und Waschbecken ein wichtiger Komfortfaktor, der in dieser Konstellation einfach fehle und darum viele potentielle Nutzer möglicherweise gar nicht erst anspreche. Zudem warf Vural Öger ein, diese Idee brächte als eindeutiges Produkt für den Sommer, voraussichtlich nur vier Monate lohnenswerten Umsatz. Als Letzte investierte Judith Williams zwar genauso wenig Geld in das Produkt wie die anderen Juroren, sie hatte für diese vielversprechende Idee aber noch ein völlig neues Marketingkonzept parat: Neben den Radfahrern, sollten Rathmann und Jast ihre Scubes einzeln als käufliche Übernachtungsmöglichkeit für den Garten anbieten. So sei immer genug Platz, wenn die Familie beispielsweise mal spontan Besuch bekäme oder der Nachwuchs mit Freunden draußen zelten wolle. Nicht finanziell aber mental gestärkt, verließen die Berliner nach ihrer Präsentation die „Höhle der Löwen“, um ihre Erfindung auf diesem Weg weiter auszubauen.

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