Skilehrer Thomas Ebster hat in seinen vielen Tagen auf der Piste ein deutliches Problem ausgemacht: So flott und elegant einen die Ski, das gewisse Können vorausgesetzt, auch den Berg heruntergleiten lassen – von den Füßen losgelöst sind die sperrig und unhandlich. Die händisch transportierten Ski fordern vom Fahrer mehr oder weniger sinnvolle Verrenkungen für die optimale Trageposition und zerschneiden dabei gerne Skijacke und Handschuhe. Und auch wenn Thomas Ebster mit seiner Firma iFlow Skimode vertreibt und daher an einem hohen Abnutzungsgrad der Schneeausrüstung durchaus Gefallen finden könnte, kreierte er trotzdem eine Lösung für dieses Problem. Das Skitragesystem Skolder soll die Bretter so entspannt tragbar wie eine Sporttasche machen. Das Produkt ist marktreif, kann aktuell jedoch nur in kleineren Produktionsmengen gefertigt werden. Dies soll sich mit einem Investment der Löwen in Höhe von 180.000 € ändern, welchem der Gründer der Unternehmensanteile in Höhe von 30 % gegenüberstellt. 
Frank Thelen stürmte direkt vor, um die Erfindung des Österreichers zu testen, stellte sich dabei aber äußerst ungeschickt an. Der Höhepunkt der ungelenken Veranstaltung war ein Kopftreffer mit den Ski beim arglos danebenstehenden Jochen Schweizer. Erst die herbeigeeilte Judith Williams konnte Thelen die Funktionsweise des Skolders näher bringen und Jochen Schweizer vor weiteren Wirkungstreffern bewahren. Mehr Wirkung würde hingegen gerne Thomas Ebster erzielen, doch hierfür fehlten ihm die finanziellen Mittel: Zwar hatte er große Bestellungen von bis zu 150.000 Skoldern, doch er konnte die Zwischenfinanzierung nicht selbst stemmen. Solche Nachfragemengen bei einem anständigen Deckungsbeitrag je Produkt – ein Grund zum Anbeißen für die Löwen?
Zunächst lichtete sich das Interessentenfeld deutlich, sodass nur noch Frank Thelen und Jochen Schweizer im Rennen waren. Doch zunächst galt es die Eigentumsverhältnisse zu klären, denn aktuell ist Skolder ein Teil des Skimoden-Herstellers iFlow, welcher der Gründer zusammen mit einem guten Freund betreibt, der von Österreich nach Hongkong ausgewandert ist und dort den Einkauf übernimmt. Dieser wurde dann auch telefonisch konsultiert, als Jochen Schweizer ein Angebot abgab: 360.000 Euro für 33 % – jedoch nicht nur am Skolder, sondern an der gesamten Firma iFlow. Deren Produkte wollte er in seine Merchandising Firma integrieren. Nach einer telefonischen Unterredung in österreichischer Mundart, welche zumindest für den Außenstehenden wenig herzlich wirkte, ging der Skilehrer diesen Deal ein.
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