Die Folge begann mit vier motivierten Gründern, allesamt Sportwissenschaftler, welche ein Objekt präsentierten, das auf den ersten Blick eher an mallorquinische Trinkhallen als an sportliche Betätigung erinnerte. Dabei handelt es sich bei der Slashpipe um ein innovatives Sportgerät. Durch seine Beschaffenheit – die Slashpipe ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Röhre – soll es neue Möglichkeiten des Fitnesstrainings eröffnen. Um den umkämpften Fitness-Markt mit dieser Idee zu erobern, erhofften sich die Gründer von den Löwen eine Finanzspritze in Höhe von 300.000 Euro, wofür sie 6 % ihres Unternehmens anboten.

Um die Löwen von der Wirksamkeit des Produkts zu überzeugen, präsentierten sie direkt, mit vollem Körpereinsatz, einige eigenkreierte, Slashpipe-basierte Fitnessübungen. Insbesondere der Stuntman und Extremsportler Jochen Schweizer zeigte sich begeistert, fiel aber verletzungsbedingt bei der Erprobung des Produktes aus. Frank Thelen und Vural Öger stellten ersatzweise ihre Muskelkraft zur Verfügung, wobei sich insbesondere der türkische Unternehmer schnell vom „tollen Produkt“ begeistert zeigte.

Die Produktionskosten können sich nach Ansicht der Slashpipe Gründer sehen lassen: Die für 33 Euro produzierten Röhren möchten diese für 133 Euro an den Mann bzw. die Frau bringen. Von den Löwen folgte jedoch schnell der erdende Hinweis auf die nötigen Zwischenhändler. Berücksichtigt man deren Renditeerwartung, schrumpft der Deckungsbeitrag für das Unternehmen Slashpipe plötzlich rapide. Die Gründer ließen sich von diesen betriebswirtschaftlichen Analysen nicht entmutigen und offerierten Judith Williams einen Return on Investment innerhalb von zwei Jahren. Eine Prognose, die für den mal wieder leicht erbosten Frank Thelen, „Bullshit im Quadrat“ darstellte.

Auch Jochen Schweizer war – trotz seiner Sportaffinität – vom Investmentcase nicht sonderlich angetan. Da änderte auch der Hinweis der Gründer auf die Zielgruppe „Fitnessstudios“ wenig, da diese laut Jochen Schweizer oftmals noch viel härter verhandeln würden als interessierte Einzelhändler. Trotzdem offerierte er den Gründern den geforderten Betrag – jedoch für eine Sperrminorität von 25,1 % sowie einen Rückfluss von fünf Euro je Produkt. Ein Vorschlag, der die vier Gründer zu einem Gegenangebot bewegte, welches Jochen Schweizer wiederum dazu veranlasste, die Vier säuerlich lächelnd zu verabschieden. So kam kein Deal zustande – und die Slashpipe Mannschaft schaute in die Röhre.

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