Nach veganen Seifen und bunten Papptieren wurde es nun wieder Zeit für solide deutsche Ingenieursarbeit. Die beiden Gründer Alexander Kohlnepp und Boris Munsig, stellten mit ihrem Unternehmen Stay2Day eine Art Mikro-Hotelzimmer vor, welches Menschen an Orten oftmals längerer und unfreiwilliger Wartezeiten, d. h. vor allem Flughäfen und Bahnhöfen, die Möglichkeit für eine Portion Schlaf bieten soll. Dafür haben die beiden Herren eine Box entwickelt, welche, auf möglichst kleinem Raum, alle dafür notwendigen Funktionalitäten bereitstellen soll. Nach eigenen Angaben haben sie also das wohl kleinste, aufrecht begehbare Hotelzimmer der Welt entwickelt, welches sich durch die Möglichkeit, jeweils zwei Kabinen aufeinanderzustapeln, für den Betreiber besonders platzsparend aufstellen lässt. Für die Umsetzung dieses Konzepts benötigen die Gründer 400.000 Euro, für welche die Löwen 30 % der Firmenanteile erhalten würden.

Die Hauptkritik der Löwen richtete sich weniger auf die technische Ausgestaltung des Produktes als auf Marktforschung und Geschäftsmodell. So merkte Jochen Schweizer an, dass er solche Schlafboxen schon gesehen hat – also der Stay2Day keine grundlegende Innovation darstellt. Gerade dieses Vorhandensein solch eines Mitbewerbers am Münchner Flughafen hätte den beiden Gründern die ideale Chance gegeben, die Nachfrage nach diesem Konzept vor Ort zu beobachten. Marktforschung „mit der Hand am Arm“ – diese ungenutzte Chance war für Jochen Schweizer Anlass genug, von einer Zusammenarbeit abzusehen: „Erfolg hat drei Buchstaben: T U N. Sie haben es nicht getan.“ Auch das Fazit der anderen Löwen fiel nicht entscheidend positiver aus, sodass die Gründer ohne die erhoffte Finanzspritze abreisen mussten.

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