Eigentlich wollten Andreas Siebert (48) und Manoj Jain (42) die Jury mit original indischen Fertiggerichten aus der Tiefkühltruhe zu einem Investment von 120.000 Euro für 10 Prozent Beteiligung überzeugen. Vegetarische, pure, raffinierte Küche (Vepura) mit Rezepten von Manjos Familie und aus seiner Heimat wollen die Unternehmensgründer mit den „Löwen“ gemeinsam im großen, deutschen Handel vertreiben.

Was für Manoj bereits als Kind begann, der seiner Mutter schon damals beim Kochen mit 100 Prozent natürlichen, indischen Zutaten half, gilt für die beiden Partner seit zwei Jahren als Gründungsidee mit Zukunft. Ihre Vepura Produkte möchten sie hier bundesweit an gut 7.000.000 Vegetarier und 800.000 Veganer verkaufen. Abnehmerzahl steigend. Obwohl ihre vegetarischen Mikrowellengerichte bisher noch nicht im Handel sind, haben Siebert und und Jain bereits gut 80.000 Euro investiert.

Ein weiteres Problem: der Vertrieb von Vepura soll in Deutschland laufen, die Herstellung aller Produkte, die Verpackung und alles, was mit dem Produkt zu tun hat, findet aber vollständig in Indien statt. Deshalb bemängelten die Löwen vor allem die gleichmäßige Qualitätssicherung der Gerichte für 4.49 Euro das Stück. Besonders wenn es darum gehe, Vepura vielfach und schnell auszuliefern, blieben unter anderem Jochen Schweizer „Bedenken“, ob dies als Massenware tatsächlich möglich sei.

Dank dem zweiten Produkt, ihrem Kokoswasser „Indi Coco“, schlossen die zwei Geschäftsleute dann doch noch einen Deal mit Vural Öger, Judith Williams und Frank Thelen ab. Alle drei Löwen wollten sich mit 120.000 an beiden, eigentlich separat geführten Unternehmen beteiligen. Ihre Forderung dafür: 45 Prozent. Ausschlaggebend für diese spontane Entscheidung war sicher, dass Indi Coco bereits erfolgreich bei drei deutschen, namhaften Supermarktketten vertrieben wird und so rund einen Umsatz von „mehreren 100.000 Euro“ im Jahr abwirft.

Judith Williams Vorschlag an Siebert und Jain, ihre Anteile von jeweils 1/3 an dem rentablen Produkt Indi Coco in eine gemeinsame GmbH mit den Löwen zu investieren, die beide Produkte unter einem Dach vertreibt, lehnten die Gründer zu den Bedingungen zunächst ab.

Ihr Gegenangebot: Alles in eine gemeinsamen Gesellschaft zu investieren, die alle Gewinne teilt und an die drei neuen Investoren mit 18 Prozent abzugeben. In der Rolle des reinen Zuschauers wollten Öger und seine Mitfinanziers mit diesen Anteilen aber doch nicht verbleiben. Er mahnte das Unternehmerduo, die Jury erlebe in der Sendung immer wieder Menschen mit guten Ideen, die sie irgendwann zu Millionären machen würden. Aber: „Wenn sie es alleine schaffen würden, wären sie nicht hier“

Das nächste Ass der vegetarischen Köche im hochspannenden Pokerspiel lautete: 120. 000 Euro für insgesamt 30 Prozent für die drei Löwen. Schließlich kam nur durch Frank Thelens Überredungskunst gegenüber den beiden anderen Löwen ein finales Angebot für die gemeinsame Gesellschaft und damit der ersehnte Deal mit beiden Produkten zustande: für ihr Investment von insgesamt 120.000 Euro sollten alle beteiligten Jurymitglieder 30 Prozent und 25 Cent an jeder verkauften Vepura Packung erhalten, bis das vereinbarte Investment ausgeglichen sei.

Ein Angebot, auf das sich alle fünf Geschäftspartner einigen konnten. Manoj Jain brachte das Investmentduell mit dem indischen Ausspruch „ Wir sind aus der Höhle der Löwen als Sieger herausgekommen.“ hoch zufrieden auf den Punkt. Und für Reisegigant Vural Öger war dieses Geschäft „(…)das Vernünftigste, was ich bis jetzt als Deal [in der Höhle der Löwen] gemacht habe!“

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